Sprachlernklassen: SPD appelliert für den Erhalt einer breiten Förderung

Der Pausenhof einer Braunschweiger Schule.
 
Foto: Robin Koppelmann

Der Pausenhof einer Braunschweiger Schule.

 

Die SPD-Fraktion setzt sich weiter für eine gute Sprachförderung für Migranten in Braunschweig ein. „Gemeinsam mit dem Rat haben wir heute ein Zeichen dafür gesetzt, dass der Sprachlernunterricht an Braunschweiger Schulen weiterhin personell so ausgestattet ist, dass Sprachlernangebote bedarfsgerecht erfolgen und dass Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund bestmöglich beim Erwerb der deutschen Sprache unterstützt werden können“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Christoph Bratmann.

 
 
Foto: Klaus G. Kohn, BS

Christoph Bratmann

Der entsprechende SPD-Antrag (Vorlage 17-04826) wurde in der Ratssitzung am Dienstag, 20. Juni angenommen.

„Im Zuge der Flüchtlingswelle im Jahr 2015 wurde eine ganze Reihe von Sprachfördermaßnahmen initiiert: Einerseits die additiven Sprachlernklassen, in denen die Migranten unter sich sind. Dazu aber auch integrative Kurse wie ‚Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache‘, in denen die Migranten mit deutschsprachigen Mitschülern zusammen unterrichtet werden“, erklärt Bratmann. Diese Angebote seien in dem CDU-Antrag zum gleichen Thema jedoch nicht berücksichtigt worden, so dass die SPD einen weitergehenden Antrag gestellt habe. Dieser rückt auch den Erhalt der anderen Angebote in den Fokus und setzt sich so für eine breitere Förderung ein.

Entsprechend zufrieden äußert sich Bratmann, dass der Rat dem SPD-Antrag nun großer Mehrheit gefolgt ist: „Man kann den Erfolg von Integration nicht nur an der reinen Zahl der Sprachlernklassen messen, sondern muss das gesamte Förderpaket betrachten.“ Sprachlernklassen seien dafür ausgelegt, die betroffenen Schüler solange zu fördern, solange elementare sprachliche Defizite bestehen. Haben die Schüler das angestrebte Sprachniveau erreicht, sei eine Auflösung der Klassen, soweit keine weiteren nicht-deutschsprachigen Schüler nachkommen, ebenso folgerichtig wie die Integration der geförderten Schüler in den normalen Unterricht. Dies sei aber kein Einschnitt, sondern beweise vielmehr den Erfolg der Förderung. „Unter diesem Blickwinkel ist das Auslaufen der Klassen in Braunschweig zu verstehen“, sagt Bratmann. Eine Ausnahme stelle lediglich das Gymnasium Raabeschule dar, in dem nach einer Initiative der Schule gemeinsam mit Verwaltung, Politik und dem Kultusministerium ein weiterer Erhalt der Klasse umgesetzt werden soll.

Bratmann hebt dazu hervor, dass auch die rot-grüne Landesregierung die Sprachlernangebote erheblich ausgebaut hat. So seien große Anstrengungen, in Form von Fördergeldern in Höhe von zehn Millionen Euro, unternommen worden, um weitere 400 Lehrerstellen zur Sprachförderung zu schaffen.

 

 


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