„Schneller unterwegs dank grüner Welle – SPD-Fraktion erwägt völlig neuen Ansatz zur Unterstützung von Rettungsfahrzeugen“

Fahrräder in Braunschweig: Das Konzept soll weitergeschrieben werden.
 
Foto: Robin Koppelmann

Fahrräder in Braunschweig: Das Konzept soll weitergeschrieben werden.

 

Wenn Rettungsfahrzeuge auf dem Weg zu ihrem Einsatzort sind, dann geht es oft um jede Minute. Und um ihnen diesen Weg zu erleichtern, erwägt die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Braunschweig nun die Prüfung eines völlig neuen Ansatzes zur Verringerung der Fahrzeit im Notfall.

 

„Zurecht wird in der Öffentlichkeit derzeit viel über die nötige Bildung von Rettungsgassen diskutiert“, erläutert Detlef Kühn, baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. „Oft geht es dabei aber um einen Unfall auf Autobahnen. In Städten gestaltet sich die Fahrt für die Rettungsfahrzeuge dagegen deutlich schwieriger, da enge Straßen, Bordsteine oder Staus im Berufsverkehr oft kaum Platz für die Bildung einer ausreichenden Rettungsgasse lassen. Gelöst werden könnte das Problem daher durch eine ‚grüne Welle‘ für Rettungsfahrzeuge.“

Diese funktioniert in der Theorie denkbar einfach: Die Rettungsfahrzeuge werden mit einem Transponder ausgerüstet, der im Notfall von den Rettern eingeschaltet werden kann. Dieser ist mit dem Verkehrslenksystem verbunden und kann so die Ampeln auf der zu fahrenden Strecke auf ‚Grün‘ schalten. „Würde ein Rettungsfahrzeug also beispielswiese über einen verstauten Ring fahren, könnte so eine ‚grüne Welle‘ entstehen, der Verkehr besser abfließen und die Rettungsfahrzeuge hätten freie Fahrt“, so Kühn weiter. Dass dies funktionieren kann, beweist der Landkreis Aurich: Dieser hat entsprechende Transponder bereits entwickelt und praktiziert ein solches Modell in einem Pilotversuch bereits seit einigen Monaten, der NDR berichtete in seiner Sendung „Hallo Niedersachsen“ unlängst darüber.

„Aus unserer Sicht gilt es jetzt zu klären, ob ein solches Modell auch in einer Großstadt wie Braunschweig mit ihren verkehrstechnischen Besonderheiten umsetzbar wäre“, sagt Kühn. Eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung hat er für die SPD-Fraktion zur kommenden Sitzung des Bauausschusses am Dienstag, 8. August gestellt.

 


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